Astronauten der Mars500 schlafen in Auping Betten

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Deventer, 3. Juni 2010 - Die Astronauten des Raumfahrtprojekts Mars500 haben sich für Betten von Auping entschieden. Der niederländische Bettenhersteller liefert die Betten für das Prestigeprojekt, das die erste bemannte Raumfahrtmission zum Mars ermöglichen soll. Die Astronauten werden mehr als 500 Tage in den Betten schlafen.

 

Das Projekt ist Bestandteil eines russischen Raumfahrtprogramms und wird mit Unterstützung der europäischen Raumfahrtorganisation ESA durchgeführt. Sechs Astronauten verbleiben ab Juni 2010 für ein und halb Jahre in einem Simulator, der die Reise zum roten Planeten nachahmt. In diesem Zeitraum wird der Einfluss der Reise auf ihren körperlichen und psychischen Zustand untersucht.

  

Extreme Verhältnisse erfordern eine gute Durchlüftung

Eigens für dieses Projekt hat Auping eine Matratze, eine Bettdecke, Kissen und  Bettwäsche entwickelt. „Da die Raumkapsel nur über kleine Schlafabteile verfügt, hat Auping  Produkte entwickelt, die trotz des engen Raumes die notwendigen Eigenschaften für eine angemessene Belüftung besitzen," erklärt  Marjan Reitsma, Kommunikationsmanager bei Auping. „Die Materialien werden bei einem Raumflug extremen Umständen ausgesetzt. Die Luftzirkulation im Shuttle ist begrenzt und die Temperatur kann bis zu 25 Grad ansteigen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass das Material gute durchlüftende Eigenschaften aufweist. Ein weiterer Vorteil für die Astronauten ist die Tatsache, dass man in Auping Betten außerirdisch bequem liegt."

 

Während der Simulation werden auch unterschiedliche Experimente mit den Auping Betten durchgeführt. Der französische Astronaut Romain Charles trägt die Verantwortungen für diese Tests. Die Untersuchungsergebnisse will Auping für die Entwicklung neuer Produkte verwenden.

 

Mars500

Mars500 simuliert eine 520-tägige Reise zum Mars. In diesem Zeitraum ahmen sechs Astronauten den Flug, die Landung auf der Marsoberfläche und den Zurückflug zur Erde nach. Das russische Institute for Biomedical Problems (IBMP) baute zu diesem Zweck in Zusammenarbeit mit der ESA einen Simulator des Raumfahrzeugs, ein Landungsfahrzeug sowie die Marslandschaft nach. Sechs Astronauten, zwei davon Europäer, halten sich 520 Tage lang in diesem Simulator auf. In diesem Zeitraum könnte die Reise tatsächlich durchgeführt werden. Innerhalb dieser Periode werden die Einflüsse der langen Reise auf den körperlichen und den psychischen Zustand der Männer untersucht. Die Ergebnisse des Experiments sollen den ersten bemannten Raumflug zum Mars und die Landung auf dem Planeten ermöglichen.