Schlafzyklen

Die Schlafphase gliedert sich in mehrere Zyklen, die unterschiedliche Schlafzustände umfassen, vom oberflächlichen Schlaf bis zum Tiefschlaf. Jeder Zyklus besteht aus fünf Stadien. Diese Stadien unterscheiden sich hinsichtlich des Ausmaßes der Gehirnaktivität und der Augenbewegungen. In den ersten vier Stadien bewegen sich die Augen nur langsam. Diese Stadien werden daher als „Non Rapid Eye Movement“- oder Non-REM-Schlaf bezeichnet. Nur im letzten Stadium treten rasche Augenbewegungen auf; dieses Stadium heißt daher „Rapid Eye Movement“- oder REM-Schlaf.

 

Leichter Schlaf

Das erste und das zweite Stadium sind dem leichten Schlaf zuzuordnen. Das erste Stadium, die Übergangsphase zwischen Wachzustand und Schlaf, dauert etwa 7,5 Minuten. Die Augenbewegungen verlangsamen sich. Sie haben Mühe, die Augen offen zu halten, und schlafen schließlich ein. Das zweite Stadium ist der Beginn des wirklichen Schlafs. Sie werden nicht mehr von jedem Geräusch wach, aber wenn Sie in dieser Phase geweckt werden, haben Sie noch nicht das Gefühl, tief geschlafen zu haben. Dieses Stadium dauert 10 bis 25 Minuten.

 

Tiefschlaf

Das dritte und das vierte Stadium bilden zusammen den Tiefschlaf. Etwa eine halbe Stunde nach dem Einschlafen beginnt das dritte Stadium: die Phase des Übergangs zum Tiefschlaf. Sie atmen nun sehr gleichmäßig, Ihr Herzschlag verlangsamt sich und Ihre Muskeln entspannen sich vollständig. Etwa 45 Minuten später beginnt das vierte Stadium. Atmung und Herzfrequenz befinden sich jetzt auf niedrigstem Stand. Wenn man Sie in dieser Schlafphase weckt, sind Sie zunächst desorientiert und brauchen einige Zeit, bis Sie wieder wissen, wo Sie sind.

 

REM-Schlaf

Das fünfte und letzte Stadium ist der so genannte REM-Schlaf, der sich durch schnelle Augenbewegungen kennzeichnet. Diese Phase wird auch das Traumstadium genannt. Wer in dieser Phase geweckt wird, kann mit großer Wahrscheinlichkeit ziemlich zusammenhängend berichten, was er gerade geträumt hat.

 

Nach den REM-Schlaf werden Sie in der Regel kurz wach (meistens unbewusst), und dann beginnt der Schlafzyklus wieder von vorn. Durchschnittlich werden pro Nacht etwa 7 bis 10 solcher Schlafzyklen durchlaufen. Der Anteil des REM-Schlafs variiert je Schlafzyklus: im ersten Zyklus ist er relativ gering, im dritten und vor allem im vierten Zyklus nimmt er zu. Der Non-REM-Schlaf hat im ersten und zweiten Schlafzyklus einen relativ hohen Anteil.